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Der
Glockenturm
Der jetzige Glockenturm hat eine weit
zurückreichende Geschichte. Vormals stand
auf derselben Grundfläche ein Turm dessen
Bau auf das Jahr 1590 zurückgeht. Man geht
davon aus, dass bei der Errichtung der
Kirche (1769-1775) die Standfestigkeit des
Glockenturmes beeinträchtigt wurde.
Tatsächlich zerbrach 1818 die große Glocke,
die von G.B. Soletti aus Treviso wieder neu
gegossen wurde, 1819 wies sie abermals einen
Sprung auf und 1834 trug eine andere Glocke
einen Sprung davon, 1838 war wieder die
große Glocke beschädigt. Das Läuten der
Glocken wurde im Jahr 1846 durch die
öffentliche Behörde untersagt, da Steine vom
Glockenturm fielen die eine Gefahr für die
darunter liegende Strasse darstellten.
Im darauffolgenden Jahr wurde ein ca. 12 m
hoher Glockenturm aus Holz gebaut und vor
der Kirche aufgestellt. Darauf montierte man
die alten Glocken. 1850 trug die große
Glocke
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neuerlich einen Schaden davon. Am
20. Juli 1851 lief die Demolierung
des alten Turmes an und wurde im
Dezember abgeschlossen. 1852 begann
Silvestro Franceschi mit dem Aushub
für die Fundamente, die mit einem
Pfahlwerk von 400 Lärchenstämmen
abgestützt sowie mit Schotter und
Steinen abgedeckt wurden. Am 18.
August desselben Jahres segnete
Pfarrer Rudiferia den Grundstein.
Von den drei Entwürfen die
Franceschi der Behörde der
„Accademia di Venezia“ vorlegte,
wurde keiner von der Gemeinde
akzeptiert, die wiederum den
Ingenieur Hermann Bergmann in Wien
beauftragte sie zu überarbeiten.
Nicht einmal der von diesem
unterzeichnete Entwurf wurde
angenommen. Dem zweiten Entwurf
wurde nach einer Verringerung der
geplanten Höhe von 75 m auf die
derzeitige Höhe von 71 m zugestimmt
und demnach an der Basis das
Bossenwerk um drei Reihen vermindert.
Der Bau schritt unter der Leitung
von Franceschi voran, bis dann im
Jahr 1858 die Glocken neu gegossen
und auf den Turm gehievt wurden. Sie
läuteten zum ersten Mal in der
Weihnachtsnacht dieses Jahres. Die
Gesamtkosten des Turmes beliefen
sich auf 150.000 Reichsgulden, was
262.500 Kronen entsprach. Mit den
Glocken und der Turmuhr stiegen die
Gesamtkosten des Bauwerkes auf
200.000 Gulden an, gleichwertig mit
350.000 Kronen, umgerechnet ca. 5
Millionen Euro. Das Glockengeläute
ertönt in SIb maggiore, mit diesem
Rhythmus: die kleine in FA (120 kg),
die Zweite in RE (1455 kg) und
schließlich die Große in SIb (3074
kg). Außer ihnen gibt es noch drei
andere Glocken: die Totenglocke, die
von der Kirche der Hl. Katharina aus
dem Jahr 1781 stammt; die Uhrglocke
und das Glöcklein des Feuerhüters.
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